Vorwarnzeichen nach dem sechsten Pass
Gemäß Regel 7:12 Abs. 1 ist das Vorwarnzeichen anzuzeigen, wenn eine Tendenz zum passiven Spiel erkennbar wird. Absatz 1 dieser Regel verfügt, dass auf Freiwurf gegen die angreifende Mannschaft zu entscheiden ist, wenn diese nach maximal sechs Pässen keinen Torwurf ausführt. Zusätzlich wird in dieser Regel hinsichtlich des Verfahrens und der Ausnahmen auf die IHF-Erläuterung 4, Abschnitt D verwiesen.
In Unterabschnitt D3 befasst sich die IHF-Erläuterung 4 mit Hinweisen zur maximalen Anzahl von Pässen. Dort findet sich auch ein Abschnitt, der Ausnahmen für Situationen nach erfolgtem 6. Pass beschreibt. Demnach gilt: Wenn ein nach dem 6. Pass erfolgter Wurf durch die abwehrende Mannschaft geblockt wird und der Ball dadurch zu einem angreifenden Spieler oder ins Tor- oder Seitenaus gelangt, hat die angreifende Mannschaft die Möglichkeit, den Angriff mit einem weiteren Pass abzuschließen.
Ergänzend wurden 2016 anlässlich dieser Regeländerung Schulungshilfen im Anhang 3 des Regelhefts aufgenommen. Im DHB-Schiedsrichterportal sind sie hier zu finden.
Mit dem Beispiel Nr. 3 unter dem Abschnitt „Situation nach erfolgtem 6. Pass“ befasst sich dieses aufbereitete Video.