Fortbildung – fachlich wie auch persönlich – ist für jeden von uns wichtig und zugänglich. (Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich)
Stillstand ist Rückschritt
Dem Automogul Henry Ford wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“
Wenn man diesem Zitat eines entnehmen kann, dann die Erkenntnis: Fortbildung ist unentbehrlich, um voranzukommen! Was in weiten Bereichen des beruflichen Alltags gang und gäbe ist, kann für den Job des Handballschiedsrichters nicht falsch sein. Nach der Grundausbildung zum Schiedsrichter kann man also keineswegs die Hände in den Schoss legen. Schon allein um mitzuhalten, ist man in einer sich dynamisch verändernden Umgebung zur persönlichen Fortbildung verpflichtet. Dies gilt umso mehr, wenn man als Schiedsrichter in seinem Hobby höhere Ziele hat. Die sich ergebenden Fortbildungsnotwendigkeiten werden durch den Besuch der Fortbildungsveranstaltungen auf den jeweiligen Leistungsstufen nicht ausreichend abgedeckt. Selbst Schiedsrichterteams aus den höchsten Leistungsklassen bestätigen freimütig ihre darüber hinausgehenden persönlichen Aktivitäten.
„Seine Schwächen verbessern und seine Stärken fördern.“
So oder so ähnlich könnte der Wahlspruch eines Schiedsrichterteams lauten, das die Erfordernis der Fortbildung ernst nimmt. Die Gelegenheit dazu wird ihm bisweilen mittels eines anwesenden Beobachters bzw. Coaches auf dem Silbertablett serviert. Beobachter wie auch Coaches benennen markante Schwächen und Stärken klar. Wenn man vielleicht gegenüber einer Einzelmeinung skeptisch ist, sollte ein Schiedsrichterteam spätestens dann, wenn ein Mangel wiederholt benannt wird, aufmerksam werden. Der Sache bzw. dem Mangel auf den Grund zu gehen, ist in vielen Fällen nicht so schwer. Selbst dann, wenn in der eigenen Leistungsklasse die Meisterschaftsspiele nicht verpflichtend aufgenommen werden, ist vielfach dennoch ein Video vom Spiel vorhanden, sodass man um eine Kopie bitten kann.
Für Problembereiche, die nicht unbedingt im Fokus eines normalen Spielvideos stehen, kann man auch mal einen Schiedsrichterkollegen um die Videoaufnahme eines Spiels bitten.
Auch wenn aufgrund der aktuellen Pandemie der Spielbetrieb für so manche Schiedsrichter nicht stattfindet und nicht auf allen Ebenen eine Videokonferenz zur regelmäßigen Fortbildung eingerichtet wird, muss nicht zusätzlich die persönlich mögliche Fortbildung eingestellt werden. Irgendwann in nicht allzu ferner Zeit wird der Ball in den Sporthallen wieder rollen. Seid darauf vorbereitet und haltet euch regeltechnisch nicht nur auf dem Status quo, sondern entwickelt euch und betreibt eure persönliche Fortbildung allein oder im Schiedsrichterteam.
Wer jetzt Lust darauf bekommen hat, direkt Zeit in seine persönliche Fortbildung zu investieren, ist gut beraten, sich in unserem Newsarchiv einmal nach Themen umzuschauen, die für ihn oder sie das richtige Thema beinhalten. Viel Spaß und vor allem: Viel Erfolg!