Quelle: DHB
Stellungsspiel beim Siebenmeter – der richtige (neue) Blickwinkel
Was im Video geschieht
Mannschaft GRÜN wurde ein 7-Meter-Wurf zuerkannt. GRÜN 20 steht an der 7-Meter-Linie zur Ausführung bereit. Der Feldschiedsrichter hat sich weit nach Außen zur Seitenlinie positioniert und pfeift dann den 7-Meter-Wurf an. GRÜN 20 trifft beim Wurf den Torwart Mannschaft WEISS am Kopf. Der Ball ändert deutlich seine Richtung und geht von dort über die Torauslinie. Der Feldschiedsrichter rennt sofort zurück und der Torschiedsrichter erkennt auf Abwurf. Erst nach Protesten von Mannschaft WEISS entscheidet der Torschiedsrichter auf Time-out.
Fazit
Der Feldschiedsrichter hat den Kopftreffer nicht wahrgenommen, das macht sein Verhalten anschließend deutlich. Das Beispiel veranschaulicht nochmals, warum die neue Position wesentlich besser geeignet ist, um Kopftreffer bei der 7-m-Ausführung zu erkennen. Der Unterschied zeigt sich im zweiten Video.
Hinweis
In beiden Fällen ist das Vergehen grob unsportlich und mit einer Disqualifikation ohne Bericht nach Regel 8:9d zu ahnden. Die Spielfortsetzung ist auch in beiden Beispielen Freiwurf für die nicht fehlbare Mannschaft an der 7-Meter-Linie.
Pfiff der Woche
Unter der Rubrik "Pfiff der Woche" präsentieren wir jeweils eine beachtenswerte Szene aus dem aktuellen Spielbetrieb der Bundesligen von Männern und Frauen – und gegebenenfalls auch aus den Ligen darunter. Warum die ausgewählten Situationen besondere Beachtung verdienen? Nun, weil sie einen bestimmten Regelaspekt verdeutlichen, der uns Schiedsrichtern nicht in jedem Spiel „vor die Pfeife“ kommt.