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Neue Wege in der Fortbildung: Erfolgreicher Online-Lehrgang des Perspektivkaders

Premiere im Deutschen Handballbund: Zum ersten Mal führten die Verantwortlichen für den Perspektivkader einen Online-Lehrgang für die 27 Nachwuchsteams durch, die in der Jugendbundesliga und teilweise schon in der 3. Liga zum Einsatz kommen.

Unter der Leitung von Nils Szuka sowie den Lehrstabsmitgliedern Kay Holm und Peter Behrens resümierten die Schiedsrichter die Hinserie und arbeiteten gemeinsam an den Regelschwerpunkten für die Endphase der Saison. Hierfür nutzten die DHB-Verantwortlichen eine netzbasierte Kommunikationsplattform, die es ermöglichte, im Rahmen einer Videokonferenz mit den Teilnehmern Videoszenen und PowerPoint-Präsentationen zu streamen. Kay Holm aus dem Lehrstab zeigte sich mit der Premiere zufrieden: „Wir haben nun die Möglichkeit, Schiedsrichterkadern, die wir während der Saison nicht zu einem Präsenzlehrgang zusammenrufen können, eine zeitgemäße und fundierte Zwischenfortbildung zu ermöglichen. Natürlich kann ein Online-Lehrgang die Diskussion im Plenum nicht vollständig ersetzen, aber gerade die jungen Schiedsrichter-Teams sind mit derartigen Formaten vertraut und können diese erfolgreich anwenden.“ Auch Nils Szuka war vom ersten Online-Lehrgang angetan: „Wir können nunmehr einen weiteren neuen Baustein zu der Sportlounge-Datenbank und dem DHB-Schiedsrichterportal in unseren Baukasten einer modernen und zeitgemäßen Aus- und Fortbildung aufnehmen. Dieses Format, das wir nun im Perspektivkader erprobt haben, werden wir sicher auch im Profibereich anwenden, um außerhalb der Lehrgänge Schwerpunkte erörtern zu können. Gleiches gilt für die Fortbildung der Zeitnehmer und Sekretäre. Hierfür ist es ideal.“

Als Weiterentwicklung schwebt den Verantwortlichen eine Kombination vor, bei der einige Teilnehmer mit den Dozenten in einem Raum und extern Teilnehmende online zugeschaltet sind.

Thematisch wurden den Perspektivschiedsrichtern die gleichen Inhaltsschwerpunkte wie den Schiedsrichtern des Profibereichs bei deren Winterlehrgängen vermittelt. So wurden neben Außenaktionen das Stellungsspiel und Abstandssituationen erörtert. Aber auch Hinrunden-Szenen aus der Jugendbundesliga wurden gemeinsam aufgearbeitet. Peter Behrens: „Bei den jungen Teams müssen wir immer einen Mix zwischen Szenen aus dem Profibereich – um sie langsam an das entsprechende Niveau heranzuführen – und eigenen Szenen aus der Jugendbundesliga finden. So kann man die Teams auf die letzten Spieltage und die anschließenden Endrundenspiele vorbereiten.“

Fazit

Eine Evaluation zur Bewertung des Online-Lehrgangs unter den Teilnehmern ergab ein positives Feedback. Lars Scharfe, Schiedsrichter im Perspektivkader, hat das Feedback seiner Kollegen aufgearbeitet: „Zusammenfassend wurde gesagt, dass dieses Format sehr gut für die Vermittlung geeignet ist. Die Dauer des Lehrgangs von 90 Minuten wurde als sehr angenehm empfunden. Die Schiedsrichter*innen sind auch der Auffassung, dass es wichtig ist, Szenen aus ihren eigenen Spielen der Jugendbundesliga zu analysieren, hier sind sie ja derzeit am Werk.“

Der IHF-Regelexperte Jürgen Scharoff, der maßgeblich an der Einführung des DHB-Schiedsrichterportals gearbeitet hat, verfolgte den Test aufmerksam: „Erstaunlich, was heutzutage mit geringen Bordmitteln alles möglich ist. Ein Instrument, mit dem man einzelne Themen zeitnah und im unmittelbaren Kontakt mit den Teilnehmern vermitteln kann.“