Quelle: DHB

Kopftreffer und die richtige Spielfortsetzung

Das Thema "Kopftreffer" ist seit der Regeleinführung in aller Munde und auch wir haben dieses Thema in seiner Komplexität schon mehrfach hier im Portal beleuchtet (ggf. Verlinkung zu anderen Texten). Trotzdem hat es an Relevanz nicht verloren, wie der neueste Pfiff der Woche zeigt. In diesem präsentieren wir ein Beispiel, bei dem nochmals auf die korrekte Spielfortsetzung hingewiesen wird.

Was im Video geschieht

Mannschaft WEISS ist im Angriff und Spieler WEISS 32 kann in einer freien Spielsituation ungehindert auf das Tor werfen und trifft dabei den Torwart am Kopf.

Regeltechnische Einordnung von Kay Holm, Leiter Bereich Lehre im DHB-Schiedsrichterwesen

Die Sachlage in diesem Beispiel ist eindeutig. Der erste Kontakt mit dem Ball erfolgt auch unmittelbar am Kopf. Auch wenn der Torhüter hier in einer Abwehrbewegung getroffen wird, sind die Kriterien für ein unsportliches Verhalten, das direkt mit einer Hinausstellung zu ahnden ist, erfüllt.

Das Vorgehen der Schiedsrichter ist insofern richtig, dass sie nach dem Time-out zunächst Handzeichen 16 und anschließend die Hinausstellung anzeigen.

Nicht korrekt ist aber die Spielfortsetzung. Gemäß 13:1a wird das Spiel mit Freiwurf (außerhalb des Torraums) fortgesetzt und nicht wie in diesem Beispiel mit Abwurf.

Merke

Nach der Hinausstellung ist auch auf eine korrekte Spielfortsetzung (Freiwurf) zwingend zu achten.