Wer fit ist, pfeift besser – Schiedsrichter müssen immer auf Ballhöhe sein, wenn sie ein Spiel erfolgreich leiten wollen.

IHF veröffentlicht Fitnesstipps

Nach eigenem Bekunden bemüht sich die IHF kontinuierlich darum, dass weltweit alle Handballschiedsrichter Zugang zu den bestmöglichen Trainingsratschlägen und -programmen haben. Aus diesem Grund hat die IHF-Regel- und Schiedsrichterkommission zusammen mit den IHF-Koordinatoren für die Schiedsrichtereignung aktuell detaillierte Informationen zur körperlichen Fitness und Vorbereitung von Handballschiedsrichtern erstellt und im Schulungscenter der IHF-Homepage veröffentlicht.

Neben einem Aufwärmprogramm, dass nicht nur für IHF-Schiedsrichter, sondern allgemein nutzbar ist, werden im Schulungscenter der IHF diesmal auch allgemeine Informationen zu Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf eine Steigerung der sportlichen Leistung für Jedermann ins Netz gestellt. Ebenso finden sich hier auch zwei Videos, die sich dem großen Thema „Fitness der Schiedsrichter“ widmen.

Gerade bei diesem, für die Spielleitungen wichtigen Aspekt, dürfte kein Zweifel daran bestehen, wie wichtig eine gute körperliche Vorbereitung für die Leistung im aktuellen Spiel, sowie im Verlauf der gesamten Saison ist. Gute Fitness beugt der zum Spielende oder gegebenenfalls auch zum Saisonende auftretenden Konzentrationsmängeln vor und hilft den Schiedsrichtern, in kritischen Momenten eines Spiels bessere Entscheidungen zu treffen. Das inzwischen auch in unteren Leistungsklassen hohe Tempo im Handballspiel erfordert auch von den Schiedsrichtern eine entsprechende körperliche Verfassung. Immer wieder müssen wir uns bewusst machen, dass falsche Entscheidungen, die einer mangelnden Kondition und daher mangelnden Aufmerksamkeit geschuldet sind, zu Fehlentscheidungen führen können, die den Ausgang eines Ligaspiels und sogar den Ausgang einer Spielsaison für eine Mannschaft entscheidend beeinflussen können.

Die gelegentlich bei nachlassender Fitness vorgebrachte Erklärung: „Das mach' ich mit meiner Erfahrung wett!“, ist ein fataler Trugschluss. Erfahrung als Schiedsrichter ist unbestritten von Vorteil und auch wichtig, allerdings vermag sie die erforderliche Kondition nicht zu ersetzen. Die Dynamik des heutigen Handballspiels erfordert vom Schiedsrichter Fitness für eine permanente Positionsanpassung. Nur ein stets optimales Stellungsspiel gewährleistet einen optimalen Blick auf und in das Spielgeschehen. Ebenso vermag Erfahrung eine nachlassende Konzentration, die unbestrittenermaßen eine wesentliche Folge nachlassender Kondition ist, nicht zu ersetzen.

Erfahrung ´läuft´ und ´denkt´ nicht, sie wirkt in beiden Fällen nur in der Kombination mit körperlicher Fitness und ausgeprägter Konzentrationsfähigkeit. Hilfsangebote, die zur Verbesserung unserer Fitness beitragen können, sollte wir daher mit offenen Armen aufnehmen. In diesem Sinne ist zu empfehlen, sich das Angebot der IHF unbedingt anzusehen.

Hier geht's zum Schulungscenter der IHF.