Selbstvorlage erlaubt – ja oder nein?

Unter "Wie würden Sie entscheiden?" veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Spielsituationen, die interessante Regelaspekte beinhalten, sezieren und erläutern diese. Heute im Fokus: die Selbstvorlage.

Im Mai dieses Jahres ging in Indonesien die IHF-Trophy der asiatischen Kontinentalföderation für U19-Juniorinnen über die Bühne. Dabei standen sich in einer Vorrundenbegegnung die Teams aus Philippinen und Singapur gegenüber. Dass die Philippinen mit 18:5 siegreich blieben, mag eine handballsportliche Randnotiz sein. Bemerkenswert – aus Schiedsrichtersicht – ist hingegen eine Situation (s. Video oben), die sich gut vier Minuten vor Spielende zutrug – und die uns einen interessanten, weil selten auftretenden Regelaspekt vor Augen führt ...

BEACHTE:

Spielt ein Angreifer einen Ball nach vorn und läuft er hinterher, um ihn anschließend wieder aufzunehmen, muss der Ball vorher den Hallenboden berührt haben. Fängt er ihn direkt (denkbar auf Bild 4), muss es Freiwurf für den Gegner geben. Nach der Wiederaufnahme (Bild 6) bleiben dem Spieler noch 3 Schritte, um mit Torwurf oder Abspiel abzuschließen (7:4).