Regeländerung zum 1. Juli – Ballkontakt außerhalb der Spielfläche

Mit den zum 01.07.2025 in Kraft tretenden Regeländerungen wurde ausdrücklich klargestellt, wie zu entscheiden ist, wenn ein Spieler beim gleichzeitigen Kontakt mit dem Ball den Boden außerhalb der Spielfläche berührt. In der Vergangenheit herrschte häufig Unklarheit darüber, ob hierfür der gesamte Fuß oder beide Füße vollständig außerhalb der Spielfläche stehen müssen, während sich der Ball noch im Spielfeld befindet – etwa, um einen Abwehrspieler zu umlaufen.

Dies ist nun in Regel 7:10 eindeutig geregelt: Es ist nicht erlaubt, den Ball zu berühren, solange irgendein Körperteil den Boden außerhalb der Spielfläche berührt. In diesem Fall ist auf Freiwurf für die gegnerische Mannschaft zu entscheiden (Regel 13:1a).

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Jetzt ist eindeutig geregelt: Solange irgendein Körperteil den Boden außerhalb der Spielfläche berührt (z. B. ein Teil des rechten Fußes), ist jede Ballberührung oder jeder Ballbesitz mit einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft zu ahnden.

Beispielvideo

Video 1

Was im Video geschieht

Hier berührt die Spielerin beim Ballkontakt den Boden außerhalb der Spielfläche. Die korrekte Entscheidung ist in diesem Fall ein Freiwurf für die gegnerische Mannschaft – nicht, wie im Video gezeigt, ein Einwurf.

Praxisbeispiele zur neuen Auslegung

Tabelle 1

Wichtig (keine Regeländerung)

Verlässt ein Spieler der ballbesitzenden Mannschaft ohne Ball die Spielfläche, sollen die Schiedsrichter ihn zunächst auffordern, auf das Spielfeld zurückzukehren. Kommt der Spieler dieser Aufforderung nicht nach oder wiederholt sich dieses Verhalten innerhalb derselben Mannschaft, ist ohne weitere Ermahnung auf Freiwurf für die gegnerische Mannschaft zu entscheiden (Regel 13:1a). Persönliche Strafen sind in diesem Zusammenhang nicht vorgesehen.

Ein besonders häufig zu beobachtendes Fehlverhalten – selbst im Leistungsbereich – ist das Verhalten von Außenspielern, die ihren Anlauf zum Sprungwurf deutlich außerhalb der Spielfläche beginnen.

Bild 2

Bildbeschreibung

Obwohl die Ballannahme erst innerhalb des Spielfelds erfolgt, verschafft sich der Spieler durch einen um bis zu zwei Meter verlängerten Anlauf außerhalb der Spielfläche einen regelwidrigen Vorteil: Er erreicht eine höhere Anlaufgeschwindigkeit, kann weiter in den Torraum springen und verbessert dadurch seinen Wurfwinkel erheblich.

In solchen Fällen gilt eindeutig:

Sofort Freiwurf für die gegnerische Mannschaft.

Merksatz für Schiedsrichter

„Wer sich außerhalb der Spielfläche Anlauf verschafft, verschafft sich einen Vorteil – und das ist nicht erlaubt.“