Quelle: DHB
Die Freiwurfausführung
Regel 15:1
Vor der Ausführung eines Wurfs muss der Werfer die richtige Position eingenommen haben. Der Ball muss sich in der Hand des Werfers befinden (15:6).
Außer bei der Ausführung eines Abwurfs (siehe 12:2) und dem Anwurf aus der Anwurfzone (10:3b) muss der Werfer bei der Wurfausführung mit einem Teil eines Fußes ununterbrochen den Boden berühren, bis der Ball die Hand verlassen hat (siehe jedoch 10:3b). Der andere Fuß darf wiederholt vom Boden abgehoben und wieder abgesetzt werden (siehe auch 7:6).
Der Werfer muss diese Stellung einnehmen, bis der Wurf ausgeführt ist (15:7 Absatz 2 und 3).
Hinweis:
Vor der Ausführung eines Wurfs (außer bei einem Abwurf) muss sich der Werfer in einer aufrechten Position befinden, d. h. außer den Füßen darf kein anderer Körperteil Kontakt mit dem Boden haben.
Was im Video geschieht
Mannschaft WEISS ist im Angriff und verliert den Ball. Spieler ROT 44 kommt in Ballbesitz und wird von Spieler WEISS 95 bedrängt. Die Schiedsrichter entscheiden auf Freiwurf für ROT. Der Spieler führt anschließend den Freiwurf im Sitzen aus.
Regeltechnische Einordnung von Kay Holm, Leiter Bereich Lehre im DHB-Schiedsrichterwesen
Neu ist der Hinweis im Regelwerk (15:1 Hinweis), dass der Werfer sich vor der Ausführung eines Wurfs (außer bei einem Abwurf) in einer aufrechten Position befinden muss, d. h. außer den Füßen darf kein anderer Körperteil Kontakt mit dem Boden haben.
Fazit
In diesem Beispiel hätte der Freiwurf korrigiert und anschließend angepfiffen werden müssen.
Pfiff der Woche
Unter der Rubrik "Pfiff der Woche" präsentieren wir jeweils eine beachtenswerte Szene aus dem aktuellen Spielbetrieb der Bundesligen von Männern und Frauen – und gegebenenfalls auch aus den Ligen darunter. Warum die ausgewählten Situationen besondere Beachtung verdienen? Nun, weil sie einen bestimmten Regelaspekt verdeutlichen, der uns Schiedsrichtern nicht in jedem Spiel „vor die Pfeife“ kommt.