Der Portugiese Rui Silva mit einer Sehhilfe (Bild: IMAGO/PanoramiC)

Brillen und Schutzbrillen

Wer schlecht sieht, braucht eine Brille oder (am besten) Kontaktlinsen – das ist klar. Viele Brillenträger können ein Lied davon singen: Der Ball landet nicht selten direkt gegen die Brille auf der Nase. Das kann nicht nur äußerst schmerzhaft sein, sondern es führt oft auch dazu, dass die Brille beschädigt wird. Wenn es nur bei der Brille bleiben würde, wäre es im Grunde kein Problem.

Im schlimmsten Fall kann es aber zu gefährlichen Gesichtsverletzungen führen. Profi- und Hobbysportler mit einer Sehschwäche sind gut beraten, beim Training und Spiel entweder Kontaktlinsen zu tragen oder zu einer passenden, regelgerechten Sportbrille mit Sehstärke zu greifen. So sind die Augen während der sportlichen Aktivität geschützt, man kann in jeder Situation scharf sehen, verärgert die Mitspieler nicht durch ungenaue Zuspiele und gefährdet auch andere Spieler nicht durch eine nicht regelgerechte Brille.

Die – oft tolerierte – Verwendung von „Alltagsbrillen“ beim Training und Spiel stellt eine häufig unterschätzte Gefahr dar. Alltagsbrillen können schon aufgrund der verwendeten Materialien (z. B. Metall, keine bruchsicheren Kunststoffe) mitunter zu Augen- und Gesichtsverletzungen führen.

Die regelgerechte Brille ist im Handball ein eher unbeliebtes Thema, gerade im Kinder- und Jugendbereich, was man gerne meidet. Was erlaubt und was nicht erlaubt ist, kann man im Regelwerk nachlesen. Daher weisen wir an dieser Stelle ausschließlich nur auf das offizielle Regelwerk hin.  

Was sagt das Regelwerk?

Gemäß Regel 4:9 ist das Tragen von Gegenständen, welche die Spieler gefährden könnten oder mit denen sich Spieler einen unrechtmäßigen Vorteil verschaffen, nicht erlaubt. Dies betrifft z. B. Kopfschutz, Gesichtsmaske, Handschuhe, Armbänder, Armbanduhren, Ringe, sichtbares Piercing, Halsketten oder Ketten, Ohrschmuck, Brillen ohne Haltebänder oder mit festen Gestellen sowie alle anderen Gegenstände, welche eine Gefährdung darstellen könnten. Spieler, die solche gefährlichen Gegenstände tragen oder an sich haben, dürfen nicht mitspielen, bis der Mangel behoben ist.

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