Quelle: DHB

Betreten des Torraums plus Kopftreffer

Bei dem Pfiff der Woche geht es heute um die neue Regel zum Thema „Treffer mit Ball gegen den Kopf des Torwartes“ und das Entscheidungsverhalten der Schiedsrichter, wenn der Angreifer zusätzlich den Torraum betritt.

Was im Video geschieht

Mannschaft SCHWARZ ist im Angriff. Rückraum Rechts (RR) SCHWARZ 51 spielt Kreisläufer SCHWARZ 17 an, der beim Torwurf den Torraum betritt und mit dem Wurf den Torwart bei dem unbedrängten Wurf am Kopf trifft.

Regeltechnische Einordnung von Kay Holm, Leiter des Bereichs Lehre im DHB-Schiedsrichterwesen

Seit dem 1. Juli gilt für alle Ligen: Kopftreffer stehen nicht nur bei einem 7-Meter-Wurf unter Strafe, sondern auch aus dem freien Spiel heraus. Das bedeutet: Trifft der Werfer den Torhüter bei einem unbedrängten Wurf am Kopf und befindet sich dabei kein Abwehrspieler zwischen ihm und dem Torhüter, wird dies mit einer 2-Minuten-Zeitstrafe bedacht. Die Kriterien für Treffer mit dem Ball gegen den Kopf des Torwarts sind in dem Beitrag vom 08.08.2022 (hier) genannt.

Die Sachlage in diesem Beispiel ist klar, da KM SCHWARZ 17 sich in einer freien Spielsituation befindet und ungehindert auf das Tor wirft. Der erste Kontakt mit dem Ball erfolgt unmittelbar am Kopf – hier im Gesicht. Gleichwohl der Angreifer hier den Torraum regelwidrig betritt (durch den Torschiedsrichter auch erkannt und entschieden), kommt aber Regel 8:8d zur Anwendung. Da aber der Torschiedsrichter vorher auf Abwurf entschieden hat, ist die Spielfortsetzung nicht Freiwurf, sondern Abwurf.

Die Hinausstellung für SCHWARZ 17 und Spielfortsetzung Abwurf WEISS sind daher korrekt.