Quelle: IMAGO/Timon Peters
Keine Regeländerungen zum 1. Juli 2026
Dennoch steht in Deutschland eine große Umstellung an: die Einführung des neuen, bundesweit einheitlichen Verbandsmanagementtools Handball360. Es ist der bislang größte Digitalisierungsschritt im deutschen Handball. Alle Spieler*innen, Trainer*innen und Schiedsrichter*innen müssen sich dort persönlich registrieren.
„Wenn eine Schiedsrichterin/ein Schiedsrichter sich nicht registriert, kann diejenige/derjenige in der kommenden Saison für keine Spiele angesetzt werden und diese leiten“, stellte der Deutsche Handballbund bereits im Juni auf seiner Webseite klar. „Das Motto ist einfach: Jede im Handball aktive Person muss sich registrieren.“
Aufgrund der laufenden technischen Umstellung auf Handball360 ist eine Anmeldung im Schiedsrichterportal – auch über handball4all und nuLiga – derzeit nicht möglich. Die Inhalte wie das Online-Magazin, das Regelwerk und der Fragenkatalog sind in diesem Zeitraum aber ohne Anmeldung frei zugänglich.
„So ist die Vorbereitung auf die Lehrgänge für alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter weiterhin möglich“, betont Frank Böllhoff, Regelexperte des Deutschen Handballbundes und verantwortlich für das Schiedsrichterportal. Gerade der Fragenkatalog sei dafür elementar. Böllhoff: „Die Vorbereitung auf die neue Saison ist für alle Leistungsklassen von großer Bedeutung – egal, ob du bereits in höheren Ligen pfeifst oder noch in den unteren Klassen aktiv bist.“
Um die Einsatzbereitschaft für die kommende Saison sicherzustellen, sind verschiedene sportliche sowie regeltechnische Voraussetzungen zu erfüllen. Je nach Leistungskader gelten unterschiedliche Anforderungen, um auch in der nächsten Saison in der jeweiligen Klasse eingesetzt werden zu können. Nur wer diese erfüllt, kann in der gewünschten Liga angesetzt werden.
Das gilt auch für die Referees des Deutschen Handballbundes, die ihre Tests im Rahmen der Vorbereitungslehrgänge in Halberstadt ablegen. Der Elite- und Elite-Anschlusskader versammeln sich vom 24. bis 26. Juli 2026. Ein Wochenende später, vom 31. Juli bis 2. August, reist der Bundesligakader an. Die Lehrgänge für die Drittliga-Schiedsrichter finden entweder vom 17. bis 19. Juli oder vom 14. bis 16. August statt. Der Perspektivkader kommt vom 21. bis 23. August 2026 zusammen.
„Grundsätzlich gilt: Erst wenn alle formalen und sportlichen Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Saisonansetzungen vorgenommen“, erklärt Böllhoff und richtet einen Appell an alle Unparteiischen: „Jede Schiedsrichterin und jeder Schiedsrichter – egal, auf welchem Niveau – trägt dazu bei, den Handballsport fair und spannend zu gestalten. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel, um in allen Klassen mit Selbstvertrauen und Kompetenz zu pfeifen. Nutzt die kommenden Wochen, um euch fit zu machen, die Regeln zu vertiefen und an den Fähigkeiten zu arbeiten. Eure Einsatzbereitschaft und euer Engagement sind das Fundament für eine erfolgreiche Saison!“
Die Anforderungen in den Leistungskadern des Deutschen Handballbundes
Sportliche Anforderungen
Ausdauerlauf (30 Minuten):
Männer
- bis 35 Jahre: 5800 m
- 36 bis 40 Jahre: 5600 m
- 41 bis 45 Jahre: 5400 m
- über 45 Jahre: 5200 m
Frauen
- bis 35 Jahre: 5600 m
- 36 bis 40 Jahre: 5400 m
- 41 bis 45 Jahre: 5200 m
- über 45 Jahre: 5000 m
Maßgeblich ist das vollendete Lebensjahr zum Zeitpunkt des Lehrgangs.
- Shuttle Run: Stufe 9,5 (international 10,0)
Regeltechnische Anforderungen
- Bestehen eines Regeltests
- Bestehen eines Videotests