Foto: IMAGO/Timon Peters
Erläuterung 4 – Passives Spiel
Einige Punkte verdienen dabei besondere Beachtung.
Handhabung des Vorwarnzeichens
Erkennt ein Schiedsrichter (Feld- oder Torschiedsrichter) eine Entwicklung zum passiven Spiel, hebt er den Arm (Handzeichen 17), um anzuzeigen, dass kein gezieltes Herausspielen einer Torwurfgelegenheit erkennbar ist.
Die Schiedsrichter sollten das Vorwarnzeichen gleichzeitig anzeigen, sobald ein Spieler den Ball unter Kontrolle gebracht hat.
Richtlinien für das Anzeigen des Vorwarnzeichens
Das Vorwarnzeichen sollte in folgenden Situationen nicht angezeigt werden:
- Bei klaren und torgefährlichen Vorwärtsbewegungen der angreifenden Mannschaft,
- wenn taktische Mittel mit einem Tempowechsel beginnen.
Das Vorwarnzeichen sollte grundsätzlich nicht unmittelbar nach der Ausführung eines Freiwurfs angezeigt werden.
Verzögerungen bei der Wurfausführung
Wenn ein Spieler die Wurfausführung verzögert – etwa durch das Vortäuschen, den Ort der Ausführung nicht zu kennen, durch langsames Herausgeben des Balls beim Anwurf oder durch bewusst schlechte Pässe zur Mitte – kann das Vorwarnzeichen nicht angezeigt werden, solange der Ball nicht im Spiel ist. Es darf erst angezeigt werden, sobald der Ball wieder im Spiel ist. Hierbei ist erneut darauf zu achten, dass die Schiedsrichter das Vorwarnzeichen gleichzeitig zeigen, sobald ein Spieler den Ball unter Kontrolle gebracht hat – also nach der Ausführung und Annahme des Passes.
Weitere Informationen zum passiven Spiel werden demnächst im SR-Portal bereitgestellt.
Pfiff der Woche
Unter der Rubrik "Pfiff der Woche" präsentieren wir jeweils eine beachtenswerte Szene aus dem aktuellen Spielbetrieb der Bundesligen von Männern und Frauen – und gegebenenfalls auch aus den Ligen darunter. Warum die ausgewählten Situationen besondere Beachtung verdienen? Nun, weil sie einen bestimmten Regelaspekt verdeutlichen, der uns Schiedsrichtern nicht in jedem Spiel „vor die Pfeife“ kommt.