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Erläuterung 4 – Passives Spiel

Erläuterung 4 zum passiven Spiel wurde von der Regel- und Schiedsrichterkommission (RSK) der IHF sowie der IHF-Regelarbeitsgruppe in enger Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Trainer- und Methodikkommission (TMK) überarbeitet. Die neue Fassung führt keine Änderungen an den bestehenden Spielregeln ein, sondern bietet eine detailliertere Formulierung und entspricht dem aktuellen Kenntnisstand, wie er den IHF-Schiedsrichtern bereits seit mehreren Jahren vermittelt wird.

Einige Punkte verdienen dabei besondere Beachtung.

Handhabung des Vorwarnzeichens

Erkennt ein Schiedsrichter (Feld- oder Torschiedsrichter) eine Entwicklung zum passiven Spiel, hebt er den Arm (Handzeichen 17), um anzuzeigen, dass kein gezieltes Herausspielen einer Torwurfgelegenheit erkennbar ist.

Die Schiedsrichter sollten das Vorwarnzeichen gleichzeitig anzeigen, sobald ein Spieler den Ball unter Kontrolle gebracht hat.

Richtlinien für das Anzeigen des Vorwarnzeichens

Das Vorwarnzeichen sollte in folgenden Situationen nicht angezeigt werden:

  • Bei klaren und torgefährlichen Vorwärtsbewegungen der angreifenden Mannschaft,
  • wenn taktische Mittel mit einem Tempowechsel beginnen.

Das Vorwarnzeichen sollte grundsätzlich nicht unmittelbar nach der Ausführung eines Freiwurfs angezeigt werden.

Verzögerungen bei der Wurfausführung

Wenn ein Spieler die Wurfausführung verzögert – etwa durch das Vortäuschen, den Ort der Ausführung nicht zu kennen, durch langsames Herausgeben des Balls beim Anwurf oder durch bewusst schlechte Pässe zur Mitte – kann das Vorwarnzeichen nicht angezeigt werden, solange der Ball nicht im Spiel ist. Es darf erst angezeigt werden, sobald der Ball wieder im Spiel ist. Hierbei ist erneut darauf zu achten, dass die Schiedsrichter das Vorwarnzeichen gleichzeitig zeigen, sobald ein Spieler den Ball unter Kontrolle gebracht hat – also nach der Ausführung und Annahme des Passes.

Weitere Informationen zum passiven Spiel werden demnächst im SR-Portal bereitgestellt.